Süchtig nach dem Internet?
Die Jugend dominiert Facebook & Co
In China ist ein Zehntel der 10 bis 30-jährigen internetsüchtig, behauptet die Internetseite Suchtmittel.de. Doch nicht nur in Asiens Mitte, sondern auch in Europa, gibt es zunehmend das Problem der Internetsucht. In Extremfällen kann, wie es weiter heißt, die Internetsucht zur Vernachlässigung vitaler Bedürfnisse wie Schlaf führen und gesundheitliche Schäden hervorrufen.
Dabei ist das Internet sehr verlockend. Soziale Netzwerke ermöglichen es dem Nutzer, mit ihm bekannten oder auch fremden Menschen in Kontakt zu treten. Ungebremst vergrößern sich die Netzwerke und allein Facebook hat heute schon laut Wikipedia eine Zahl von über 845 Mio. Mitgliedern. Wo man sich früher mit seinen Freunden traf, um Beispielsweise im Park zu grillen, trifft man sich heute virtuell vorm Rechner und tauscht zum Beispiel mittels Facebook Informationen aus. Dabei können Spiele gegeneinander gespielt und mittels Communities sogar über das Internet telefoniert werden.
Gerade die junge Generation nutzt zunehmend Facebook. So lag laut Wikipedia das Durchschnittsalter der User weltweit bei 29 Jahren. Soziale Netzwerke dienen ihren Mitgliedern als Kommunikationsmittel und Nachrichtenbörse. Zugleich werden zahlreiche Onlinespiele angeboten. Viele Teenager schließen sich zu interaktiven Gruppen zusammen, die über bestimmte Themen informieren. Beispielsweise entstehen klasseninterne Gruppen, in denen man sich über Hausaufgaben unterhält und gemeinsam für Arbeiten lernt. Und so kann jeder Jugendliche selber bestimmen, über was er informiert werden will. Ein Großteil der Mitgliedschaften Heranwachsender in sozialen Netzwerken begründet sich mit der Abhängigkeit von diesen. Sie brauchen Facebook und Co, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, was die anstehenden Partys oder große Events betrifft. Wer nicht angemeldet ist, ist potenzieller Außenseiter.
Viele Eltern stehen dem sozialen Netzwerk abgeneigt gegenüber. In ihren Augen ist das Verweilen auf Facebook ein Zeitverlust. Sie appellieren oft an ihre Kinder, sich lieber mit Büchern oder anderen Medien zu beschäftigen. Doch häufig verschließen sich die Jüngeren vor der Kritik, weil es heutzutage möglich ist, auch mittels Internet ein Buch zu lesen oder soziale Kontakte zu pflegen. [...]
