Ob digitale Teilhabe, öffentliche Gebäude oder der Arbeitsmarkt: Inklusion betrifft viele kommunale Politikfelder. Benny Tröllmich erklärt im Interview, wie der Leipziger Beirat für Menschen mit Behinderungen arbeitet und welche strukturellen Veränderungen notwendig sind, um Teilhabe nachhaltig zu sichern.
Text: Heiner Uebbing
KiPPE: Herr Tröllmich, Sie sind Ende 2024 neu bestätigt worden als Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderung in Leipzig. Wie kamen Sie zu dieser Position und wie lange sind Sie schon im Beirat aktiv?
Benny Tröllmich: Seit 2024 haben wir ein neues Auswahlverfahren für den Beirat: Früher wurden Mitglieder durch die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen oder Parteifraktionen vorgeschlagen. Jetzt gibt es ein offeneres System, bei dem sich auch einzelne sachkundige Bürgerinnen und Bürger bewerben konnten. Eine Jury aus Verwaltung und Menschen mit Behinderung hat die Auswahl dann nach einem Punktesystem getroffen. Ich persönlich bin bereits seit 2018 dabei, damals noch über die Fraktion Die Grünen entsandt, ab dieser Legislatur über den Verein Leben mit Handicaps e.V.
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