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Clean sein ist keine Voraussetzung

An einem heißen Tag wie jedem anderen in diesem Sommer besuchten wir Jacqueline Netwall, die Leiterin der Alternative III bei ihrer Arbeit. In unserem Gespräch erzählte Sie uns von der besonderen Stellung, die das Haus in Leipzigs Hilfelandschaft ausmacht, und den Herausforderungen, denen sich ihr Team täglich stellt.

Interview: Heiner Uebbing und Sandy Feldbacher & Illustration: Stéphanie Weppelmann, Foto: Klinikum St. Georg, B. Hänsel

KiPPE: Was genau ist die „Alternative III“?

Jacqueline Netwall: Wir sind ein niedrigschwelliges Übernachtungshaus für wohnungslose drogengebrauchende Menschen ab 18 Jahren. Die „Alternative III“ bietet 40 Übernachtungsplätze für Männer und Frauen in Einzel- und Doppelzimmern. Die Unterbringung erfolgt in zehn Wohnbereichen, welche vergleichsweise komfortabel eingerichtet sind. Zwischen drei und sechs Personen können pro Wohnbereich, ausgestattet mit einem Küchenbereich zur Selbstversorgung, zwei Toiletten und einer Dusche, untergebracht werden. Die Bewohner*innen werden sozialpädagogisch begleitet, meistens durch Spontanberatung, Krisenintervention und Schadensminimierung. Das Thema Gesundheit, deren Erhaltung, Wiedererlangung oder zumindest ihre Verbesserung hat einen großen Stellenwert in der Arbeit mit den Bewohner*innen. Mit unseren Kolleg*innen der anderen Einrichtungen des Zentrums für Drogenhilfe bilden wir das Hilfeangebot des städtischen Klinikums St. Georg ab.

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