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Umziehen war gestern

Ein Forschungsprojekt in Grünau testet bedarfsgerecht wachsende und schrumpfende Wohnungen

Text & Fotos: Sieglinde Beier-Camara

So ist das eben: Wird ein Paar zur Familie, reicht die 2-Zimmer-Wohnung nicht mehr aus und es geht auf Wohnungssuche. Was aber, wenn sich die bisherige Wohnung einfach um ein Kinderzimmer erweitern ließe? Oder wenn man sich im Alter oder nach einer Trennung ganz ohne Umzug verkleinern könnte? Was zunächst wie Zauberei klingt, heißt „Nukleus-wohnen“ und wird seit diesem Jahr in Leipzig erforscht. Und zwar im Plattenbau, da dessen Bauweise für die Flex-Wohnungen besonders geeignet sein soll. Im Stadtteil Grünau, nur wenige hundert Meter vom idyllischen Kulkwitzer See entfernt, stehen seit einiger Zeit ganze Wohnblocks leer, auch in der Liliensteinstraße. Schließlich beschloss die Leipziger Wohnungsgenossenschaft Lipsia, die Sanierung der Nummer 29 ins Auge zu fassen und Forschende aus Aachen traten auf den Plan.

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