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Klimaforschung hautnah

Ob extreme Hitzeperioden im aufgeheizten Stadtgebiet oder sinkende Grundwasserspiegel in ganz Sachsen – die Folgen der Erderwärmung sind längst in unserer unmittelbaren Umgebung spürbar. Doch wie entstehen die wissenschaftlichen Daten, auf deren Basis Städte ihre Zukunftsentscheidungen treffen? Im Rahmen des europäischen Bildungsprojekts „Media for Future“ trafen sich Journalist*innen aus mehreren Ländern in Wien, um gemeinsam mit internationalen Forscher*innen einen Blick hinter die Kulissen der Klimawissenschaft zu werfen. Die KiPPE war dabei und liefert euch fünf zentrale Erkenntnisse, die unseren Blick auf die Klimakrise nachhaltig verändern – und wichtige Impulse für Leipzig liefern.

Text & Fotos: Heiner Uebbing

1. Die Erwärmung verläuft bei uns in Mitteleuropa schneller

Eine der eindringlichsten Botschaften lieferte Dr. Daniel Huppmann, Experte der Klimamodellierung vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA). Dessen Zweiter Österreichischer Sachstandsbericht Klimawandel (AAR2) verdeutlichte, dass sich Mitteleuropa deutlich schneller erwärmt als der globale Durchschnitt. Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind massiv. Ohne zu- sätzliche Anpassungsmaßnahmen steigen die jährlichen Schadens- und Folgekosten allein in Österreich von derzeit rund 2 Milliarden Euro auf bis zu 10,8 Milliarden Euro.

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