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Ehrenamt bewegt!

Titelthema: Ehrenamt bewegt!

alt2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit

Bei der Leipziger Straßenzeitung KiPPE wissen wir schon lange, dass Ehrenamt eine großartige Sache ist. Schließlich haben wir eine ganze Reihe an ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren, die uns seit Jahren schreibkräftig unterstützen. Ohne sie gäbe es die KiPPE in der Form nicht und auch viele andere Bereiche der Gesellschaft wären ohne Menschen, die sich aus freien Stücken für etwas engagieren, nahezu undenkbar. Sicherlich war das nur ein guter Grund für die Europäische Kommission, 2011 zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ auszurufen. Gut so, finden wir, und nehmen dies zum Anlass, nicht nur unser aktuelles Titelthema dem Ehrenamt zu widmen. In diesem Jahr werden wir in der Reihe „Mein Ehrenamt“ in jeder Ausgabe eine Person vorstellen, die sich in einem bestimmten Bereich wie Bildung, Kultur, Sport, Sozialwesen oder Gesundheit freiwillig engagiert.




Für die Gesellschaft und für mich selbst
Im Ehrenamt steckt ein bislang leider oft unterschätztes Potential. Es ist einerseits eine wichtige Stütze der Gesellschaft, da freiwillig Engagierte die Arbeit vieler Vereine und Initiativen maßgeblich unterstützen. Man denke nur allein an die ehrenamtlichen ÜbungsleiterInnen in Sportvereinen, die über den sportlichen Aspekt hinaus eine wichtige soziale Funktion, z. B. für viele Kinder und Jugendliche, haben. Auf der anderen Seite bietet das Ehrenamt auch eine Vielzahl von individuellen Möglichkeiten: Man kann damit seine Interessen verfolgen, kann sich für
Dinge einsetzen, die einem wichtig sind (und dadurch möglicherweise auch wiederum Einfluss auf die Gesellschaft nehmen), man kann etwas lernen, Erfahrungen sammeln, seinen Lebenslauf bereichern oder sich beruflich orientieren.



Darüber hinaus ist man durch ein Ehrenamt sozial integriert, was z. B. für Rentner oder Langzeitarbeitslose von Bedeutung sein kann, wie auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Macht man sich all das bewusst, wird klar, dass freiwilliges Engagement nahezu eine Grundvoraussetzung für ein gesellschaftliches und individuelles Vorankommen ist, damit sich etwas bewegt!



Grenzen des Ehrenamts
Auch wenn freiwillig Tätige hochwertige Arbeit leisten, können sie in manchen Vereinen, Projekten oder Initiativen nicht jede Aufgabe und Verantwortung übernehmen, da ihnen in der Regel die dafür notwendige Qualifikation und Erfahrung fehlen. Hierfür ist hauptamtliche Arbeit da, die die Qualität eines Projekts sicherstellen muss. Verantwortungslos ist es, wenn das Ehrenamt missbraucht wird, um Personalkosten zu sparen und somit die freiwillig Tätigen ausgenutzt werden. Ehrenamtlich Engagierte dürfen keine kostenlosen Arbeitskräfte, keine Konkurrenz für bezahlte Arbeit sein, sondern eine Bereicherung für jeden Verein. Aber seien wir ehrlich, dennoch sind viele Projekte mittlerweile auf den Einsatz ihrer Freiwilligen angewiesen. Der angemessene Einsatz von freiwilliger Arbeit kommt häufig einer Gratwanderung gleich. [...]