Neujahrssingen
Die KiPPE beim Neujahrssingen 2011
Bereits zum fünften Mal trafen sich am 8. Januar 2011 Leipziger Gastronomen und Medienvertreter zum mittlerweile legendenumrankten Leipziger Neujahrssingen. Diesmal wurde die Bühne im Anker von 13 SolistInnen, Duos und Gruppen aus den Reihen der genannten Berufszweige erklommen, um Klassiker der Musikgeschichte und aktuelle Hits zu präsentieren. Erstmalig war auch die Leipziger Straßenzeitung KiPPE mit einer Kandidatin vertreten.
Mitreißend eröffnet wurde das Neujahrssingen von der Band Paratox mit den Sängerinnen Jasmin Graf und Katharina Helmke. Damit gaben sie einen ersten Eindruck ihres Könnens, das sie den ganzen Abend immer wieder professionell als Begleitung der Laien-SängerInnen unter Beweis stellten. Durchs Programm führte erstmalig das Leipziger Szene-Urgestein Ralf Donis, der auch im Sinne des vor zwei Jahren tödlich verunglückten Kult-Moderators und Mitbegründers des Neujahrssingens Paul Fröhlich zu unterhalten wusste.
Als der erste Gastro-Vertreter die Bühne betrat, war der Anker bereits mit ca. 800 Menschen dicht gefüllt und die Menge in Feierlaune – was sich auch den ganzen Abend nicht ändern sollte. Das Neujahrssingen erschien als ein Selbstläufer, bei dem kaum jemand etwas falsch machen konnte. Nichtsdestotrotz konnte man jedem Auftritt etwas Besonderes abgewinnen, wofür einige Beispiele genannt seien: Der Ratskeller schickte zwei Mitarbeiterinnen als Nena und Kim Wilde mit „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ ins Rennen. Beide hatten sichtlich viel Spaß und zogen das Publikum charmant in ihren Bann. Das Spizz präsentierte „Sugar Baby Love“ von The Rubettes.
Die zwei Sänger erwiesen sich als äußerst treffsicher in hohen Tonlagen und legten viel Herzblut an den Tag. Tänzerische Unterstützung brachten sowohl James Brown mit „I Feel Good“ für das Café Pilot und Khaled mit „Aicha“ für das Bistro Shady mit. Bei ersterem als sportliche, bei letzterem passend als Bauchtanzeinlage, die beim Publikum besonders gut ankam. Den obligatorischen Publikumsbeitrag gab eine junge Frau, die gemeinsam mit Moderator Donis Marianne Rosenbergs Gassenhauer „Er gehört zu mir“ trällerte. Als Vorletzte sorgten drei Redakteure der Leipziger Volkszeitung als amüsante Kopie der Glamrocker Kiss mit Schminke, Leggins und Plateau-Schuhen für Aufsehen. [...]
