Im Zeichen des Pandabären
50 Jahre WWF
WWF – diese drei Buchstaben sind heute genauso bekannt wie der Pandabär, der Botschafter des „World Wide Fund For Nature“.
Vor 50 Jahren, am 29. April 1961, wurde der WWF in Zürich als gemeinnütziger Verein gegründet. Einer der frühen Aktivisten der Organisation war der britische Biologe Sir Julian Huxley, der schon bei der Gründung der UNESCO eine bedeutende Rolle spielte und von 1946 bis 1948 der erste Generaldirektor der internationalen Organisation war.
1960 war Huxley im Auftrag der UNESCO in Ostafrika unterwegs, um dort den Rückgang der Wildbestände zu untersuchen. In der britischen Wochenzeitung „The Observer“ berichtete er danach über die Zerstörung des Lebensraumes der Wildtiere. Die Artikel fanden Interesse bei Naturschützern, Wissenschaftlern, aber auch bei Industriellen und so entstand gemeinsam die Idee einer Naturschutz-Organisation.
Bereits 1948 war die Weltnaturschutzunion IUCN gegründet worden. Sie sollte die wissenschaftlichen Grundlagen für den Naturschutz liefern, Aufgabe des WWF war es dagegen, die nötigen Finanzmittel zu beschaffen. Dieses Anliegen gelang durch die guten geschäftlichen Verbindungen der Männer der ersten Stunden.
Weiterhin erwies es sich als Glücksgriff, bekannte und renommierte Persönlichkeiten gewissermaßen als „Zugpferde“ für die neue Organisation zu finden. Gründungspräsident des WWF war Prinz Bernhard der Niederlande (1962 bis 1976). Danach (von 1976 bis 1981) stand John H. Loudon, der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Royal Dutch Shell, an der Spitze der Organisation. Von 1981 bis 1996 übte Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, diese Funktion aus. Sie alle brachten dem WWF weltweite Bekanntheit und einen Zulauf aus breiten Schichten der Bevölkerung. Allerdings gab es von Seiten mancher Naturschützer Kritik an den „königlichen“ Präsidenten, der früher Großwildjäger war. [...]
