Das Loch im Zaun
Der wilde Fußballverein „Bastards United International FC“
Vor zwölf Jahren trafen sich einige Fußballverrückte zum ersten Mal auf einem versteckten Platz im Leipziger Süden, um ihrem Hobby nachzugehen. Doch der regelmäßige Fußballtreff ist für alle Beteiligten längst mehr als nur ein Freizeitvergnügen. Für viele ist der wilde Verein „Bastards United International FC“ inzwischen zur zweiten Familie geworden.
„Achim“ ist 51 und steht im Tor. Er muss mitansehen, wie „der Lange“, 13 Jahre jünger, den letzten Abwehrspieler stehen lässt, schnell tankt er sich durch und hat freie Schussbahn. „Der Lange“ nimmt Maß, holt aus, doch im letzten Moment verspringt der Ball in einem der zahllosen kleineren Löcher im aufgewühlten Boden. Der so unberechenbar gewordene Schuss schlägt unhaltbar im Tor ein. Das Gehäuse zittert und, hätte „Achim“ nicht mit eigenen Händen vor einiger Zeit das Metalltor mit Schienen geflickt, sicher wäre es krachend zusammengebrochen. „Der Lange“ ballt die Faust und klatscht bei seinen Mannschaftskollegen ab, sein Ausgleichstreffer wird später gewissenhaft notiert und ausgewertet, genauso wie der Rest des Spielgeschehens.
Was sich zunächst anhört wie normaler Vereinsalltag, ist auf den zweiten Blick eben doch nicht so gewöhnlich. Denn die Bastards United sind ein wilder Verein, der nur inoffiziell besteht. Die Mannschaft ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen aus Arbeitsuchenden, Studenten, Schülern, Immigranten und Leuten, die einfach zufällig vorbeikamen. Schon immer war die Fluktuation der Spieler dabei hoch. Einige, die heute auf dem Platz stehen, machen zum ersten Mal mit, andere, wie „der Lange“, sind von Beginn an dabei. Das heißt seit zwölf Jahren. Auch das Alter spielt hier keine große Rolle, jeder der ein wenig mit dem Ball umgehen kann und will, wird bei den Bastards aufgenommen. Hier treffen die verschiedensten Generationen, Nationalitäten und sozialen Schichten aufeinander, um zusammen der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen.
Vergessenes Fußballparadies
Jeden Montag und Donnerstag trifft man sich auf dem versteckten Platz, mal zu viert, mal zu zwanzigst, je nachdem, wer gerade Zeit und Lust hat. Dabei spielt das Wetter keine Rolle. Selbst im kältesten Winter, bei Eis und Schnee, zwängen sich die Bastard durch das Loch im Zaun auf „ihren“ Platz. Genau der stellt die größte Besonderheit des wilden Vereins dar. Leipzig hat viele öffentliche Fußballplätze, doch die Heimspielstätte der Bastards gehört nicht dazu. Sie ist so inoffiziell wie der Verein selbst. Von der Straße aus nicht zu erkennen liegt der Platz geschützt von Bäumen und Dickicht hinter einem langen, soliden Metallzaun. [...]

Hier soll also nicht noch mal das Leben des preußischen Königs Friedrich II. aufgerollt werden, der am 24. Januar 1712 in Berlin geboren wurde, mit 28 Jahren den Thron bestieg und nach über 46jähriger Regentschaft zurückgezogen in Sanssouci starb. Vielmehr wollen wir an dieser Stelle Begebenheiten herausgreifen, die Friedrich II. und Leipzig in Verbindung bringen. Sie gab es mehrfach.
Die ganze Stadt ist Bühne - Auch fernab der großen Häuser jede Menge Theater
A wie Abholzung – Im Frühjahr ging‘s an Leipzigs Deichen ordentlich zur Sache. Mit Kettensäge und Rundumschlag-Eifer. Weil Bäume auf Deichen nichts zu suchen haben, wie die Landestalsperrenverwaltung meint. Rasierte Deiche sollen den Auwald vor Wasser (!) schützen. Man sollte unseren Auwald vor jemand anderem schützen.
Inzwischen ist sie vorangekommen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Dass sie selbst dafür vor allem Verantwortung trägt, hat die nun 17-Jährige Schritt für Schritt gelernt. Und schwer für sie war alles genug. Als der neue Freund der Mutter in die Wohnung zog, der Streit immer mehr eskalierte und oft mit Schlägen endete, war es für Stefanie einfach zu viel. Mit 14 Jahren haute sie von zu Hause ab.