Titelthema: Ein langes Wohnen
So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben
Ein Traum unterm Dach: Wenn Susanne H. aus dem Panoramafenster schaut, kann sie abends bei schönem Wetter den Sonnenuntergang über der Rosentalwiese erleben. Blickt sie nach rechts, erkennt sie das Dachgewölbe von Leipzigs neuester Attraktion, dem Gondwanaland sowie den Turm der Kongresshalle. Und wenn sie auf die Dachterrasse des Erkers tritt und sich nach Süden wendet, hat sie die City mit ihren Kirchen zum Greifen nahe.
Bei ihrer Suche nach einer neuen Wohnung konnte Susanne H. aus dem Vollen schöpfen und sich Zeit nehmen, bis sie vor wenigen Wochen die für sie optimalste Variante fand. Nähe zu ruhigem, grünen Ort und doch inmitten der Großstadt. Topsaniert, mit Fahrstuhl. Und den Wolken ein Stück näher. Und alles für 450 Euro warm. Hier gibt es alles, was schönes Wohnen ausmacht und alles für den, der das städtische Leben bevorzugt.
In Leipzig kann man das. Nie scheint Wohnen in der Messestadt günstiger und attraktiver zu sein als derzeit. Jedenfalls meinen das die meisten Leipziger, und ein im vorigen Jahr vorgestelltes Gallup-Umfrageergebnis im Auftrag der EU-Kommission bestätigte diesen Eindruck: 72 Prozent der Befragten gaben an, dass es in ihrer Stadt einfach sei, guten Wohnraum zu einem vernünftigen Preis zu finden. Damit hat Leipzig das beste Wohnungsangebot in Europa (die Umfrage wurde in 75 Städten aller EU-Staaten sowie in der Türkei durchgeführt).
Wer hätte das gedacht, dass ausgerechnet eine Stadt, die als „Armutshauptstadt Sachsens“ bezeichnet wird, in Sachen Wohnen den anderen Konkurrentinnen den Rang abläuft – noch dazu in internationalem Rahmen? Die Spanne ist breit und für jeden Geldbeutel ist etwas zu haben: von 3,90 Euro in einfachen Lagen bis 9,40 Euro pro Quadratmeter im sanierten Altbau. Es gibt immer weniger leerstehende Wohnungen und trotzdem bleiben die Mieten relativ stabil. Noch. Das ist Leipzigs Schokoladenseite.
Und Wohnen wird auch attraktiver, wenn man weniger Gebühren entrichten muss. Für Leipzig heißt das: Die Kommunalen Wasserwerke (KWL) senken ihre Gebühren für Wasser/Abwasser. Ab Januar 2012 werden rund 75 000 Kunden (96 Prozent aller Kunden der KWL) um rund 8 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Was also die Gebäudeeigentümer entlastet, ist am Ende auch von Vorteil für die Mieter, weil die Ersparnis weitergereicht wird. Rein rechnerisch gesehen zahlt dann ein Verbraucher in einem Gründerzeit-Mehrfamilienhaus 131 Euro im Jahr statt bisher 144 Euro – sinkende Gebühren als ein Indikator für Wohnqualität.
Demographischer Wandel
So weit, so gut. Nicht zuletzt die Zuwanderung begründet die wachsende Auslastung bei Wohnraum. Was ebenso wächst: die Zahl der Älteren, die der Singles, die der Alleingebliebenen. Heutzutage leben in jedem zweiten Leipziger Haushalt Singles. Bei den älteren Bewohnern: Die Zahl der über 80-Jährigen in der Stadt liegt derzeit bei rund 29 000. Bis 2025 wird sie auf fast 50 000 steigen. Der demographische Wandel hat längst eingesetzt. Für die kommunalen, genossenschaftlichen und privaten Wohnungsanbieter bzw. Vermieter heißt das, diesem Wandel Rechnung zu tragen. [...]

Im Rahmen des Filmfestivals „ueber Mut“ brachte die Aktion Mensch den Film „Les Enfants de Don Quichotte“ in die deutschen Kinos. Das Werk ist die Dokumentation einer Protestaktion in Paris, welche auf die elenden Zustände von Obdachlosen aufmerksam machen wollte.
Der für sich schon sehenswerte Dom von Königsberg (Kaliningrad) ist seit Mitte September um eine Attraktion reicher. Sie ist etwa 100 mal 80 Zentimeter groß, aus Bronze und hängt im Westchor des imposanten Gebäudes. Die Tafel zeigt ein Relief Richard Wagners mit der Inschrift in Deutsch und Russisch: „1836 –1837 lebte und wirkte in Königsberg der grosse deutsche Komponist Richard Wagner“.
Was ist uns Arbeit wert? - Verschiedene Beschäftigungsverhältnisse in der Arbeitswelt
Das also ist Gibbas Heimat: Inzwischen haben schon viele Mitglieder des Leipziger Vereins „Soziale Projekte für Gambia e. V.“ das kleine, schmale Land an der westafrikanischen Küste kennengelernt. Hier nämlich betreuen die Vereinsmitglieder seit zwei Jahren ein Schulprojekt. Inzwischen mehr als 70 vorwiegend Leipziger, aber auch Mitstreiter aus Plau am See, Lübbenau, Kiel, München oder der Schweiz setzen sich ehrenamtlich mit vielfältigen Aktivitäten dafür ein, Kindern im Gebiet Tamba Kunda eine Bildungschance zu geben. Karafa Gibba, der in Leipzig lebt, kommt aus dieser Region. Er gehört dem Leipziger Verein seit Anbeginn an und war auch der „Ideengeber“ für das neue soziale Projekt des gemeinnützigen Vereins.