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Alle Jahre wieder…

Titelthema: Alle Jahre wieder…

altDas Jahres-ABC - Erneut Rückblicke und Ausblicke mit Augenzwinkern

A wie Auto: Leipzig gehört mittlerweile zu den Spitzenreitern in Sachen Autoklau. Über 120 Autos waren es allein in diesem Jahr. Hinzu kommt die fortdauernde Brandstiftungsserie, erst im Norden der Stadt, dann auch in anderen Stadtteilen. Und der bisherige Oberpolizist Wawrzynski will als OB alles besser machen. Da fragt man sich, was er vorher dagegen getan hat?


B wie Bond, James Bond: 50 Jahre lang Schurken erledigen, Frauen verführen und „Q” zur Verzweiflung treiben. Und dabei kein bisschen altern. Immer im Namen und im Auftrag Ihrer Majestät. Selbige durfte auch mal mitmachen: als Bond-Girl zur diesjährigen Olympia-Eröffnung. Wow, 007 als Seniorenbeauftragter!


C wie Citytunnel: Leipzigs Prestigeobjekt, das jetzt mit über vierjähriger Verspätung fertig werden soll, ist mit über 960 Millionen Euro das wohl teuerste und unsinnigste Bauprojekt in der Stadt – wenn man bedenkt, dass der S-Bahn-Verkehr noch mehr verringert werden soll. Dicke Bretter gebohrt im Untergrund für dünne Resultate.


D wie Denkmal: Der Leuschner-Platz als Spielwiese für unausgegorene Entwürfe, die fast kein Leipziger haben will. Er nimmt sich die Freiheit, nein zu sagen zu dem, was ihm da vorgesetzt wird. Denn bedenke: Niemand ist verpflichtet, Geschenke anzunehmen. Selbst von ganz oben nicht.


E wie Elefantenbaby: Zehn Jahre nach der Geburt von Voi Nam brachte im Leipziger Zoo die Elefantenkuh Hoa im April ihr erstes Baby auf die Welt. In der Natur sind erfahrene Elefantenmütter dabei, hier war sie allein. Und außerdem nicht angekettet. Sie trampelte das Baby tot. Know-how in der Tierhaltung sieht anders aus.


F wie Felix‘ freier Fall: Aus 39 km Höhe springen und die Schallmauer durchbrechen bis der Anzug glüht – der Felix Baumgartner hat‘s getan. Dank Red Bulls 50 Millionen Stütze. Ja, ja, der Sponsor aus dem Ösi-Land verleiht Flügel und liebt das Tempo. Übrigens könnte man für das gleiche Geld vielen Anderen helfen – auf der Erde.


G wie Gier: Wenn Gier einen Namen hat, dann Wilhelm Georg Hanss. Dem wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verurteilten nimmersatten Ex-LVB-Chef reichen die ihm zugestandenen 57 000 Euro Firmenpension nicht, er pocht auf 200 000 Euro. Von irgendwo her muss die Knete für WGH kommen – also wieder rauf mit den Ticketpreisen…


H wie herrenlose Häuser: Wieder einmal hat die Stadt ein (un-) glückliches Händchen in Sachen Immobilien bewiesen. Sie verscherbelte Häuser, die ihr gar nicht gehörten. Die dann von windigen Typen umso teurer weiterverkauft wurden. Doch die weitere Aufklärung verläuft so zäh wie der Klebstoff, mit dem verantwortliche Amtsträger an ihren Sesseln haften. [...]

Unerwünscht und ausgegrenzt

Unerwünscht und ausgegrenzt

Meist verdrängt: Gewalt gegen wohnungslose Menschen

altAm 27. Mai 2011 wurde der wohnungslose André K. von mindestens fünf ortsansässigen Tätern, wobei mindestens einer zu NDP-Aktivisten gezählt wird, in einem Wartehäuschen in Oschatz mit einem Samuraischwert sowie mit Schlägen und Tritten am Kopf so schwer verletzt, dass er fünf Tage später seinen Verletzungen in einem Leipziger Krankenhaus erlag.
Am 23. Juli 2008 wurde Karl-Heinz Teichmann im Leipziger Stadtzentrum brutal zusammengeschlagen. Der 59-jährige Wohnungslose lag schlafend auf einer Parkbank, als ihn in den frühen Morgenstunden ein alkoholisierter 18-Jähriger angriff. Der Täter befand sich auf dem Rückweg von einer Naziveranstaltung, die von den „Freien Kräften Leipzig“ organisiert wurde. Mindestens zwanzig Mal schlug er auf den wehrlosen Mann ein, ließ ihn liegen und kehrte nach einer halben Stunde noch einmal zurück, um weiter auf ihn einzuschlagen. Am nächsten Morgen fand man Karl-Heinz Teichmann blutüberströmt und vom Regen durchnässt. Zwei Wochen später starb er an den Folgen seiner Verletzungen.
Am 31. Januar 2000 verstarb der 52-jährige Wohnungslose Bernd Schmidt aus Weißwasser an massiven Kopfverletzungen. Zwei 15-Jährige hatten Schmidt drei Tage lang in einer Abrissbaracke schwer misshandelt. Anfangs hatte sich auch ein 16-Jähriger beteiligt. Der 15-jährige Angeklagte hatte gesagt, Leute wie Schmidt seien „menschlicher Schrott“.


Innerliche Ablehnung

Insgesamt fünf wohnungslose Menschen wurden seit 1990 in Sachsen auf diese und ähnliche Art und Weise Opfer von Gewalt. Kollektiver Hass, Gruppenzwang, offene Menschenverachtung und innerliche Ablehnung von Menschen, die anders sind – das sind treibende Motive für solche Taten.
Ignoranz gegenüber Gewalttaten gegen Wohnungslose spiegelt sich in der Recherche zu den Todesopfern rechter Gewalt wieder, wonach diese nach Migranten am häufigsten tödlich angegriffen wurden. So sind in den Jahren von 1989 bis 2010 bundesweit mindestens 28 Menschen aus dem Motiv der Ablehnung von Wohnungslosen ermordet worden. Bei drei weiteren getöteten Obdachlosen bzw. sozial Ausgegrenzten besteht der Verdacht eines rechten Tötungsverbrechens.
Nur sieben dieser Todesfälle sind durch die Behörden offiziell als rechte Morde anerkannt.
Diese gewalttätige Dimension bestätigen auch Experten der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V., die von 1989 bis Mitte 2009 sogar 167 Tötungsdelikte und 366 Körperverletzungen mit schweren Folgen gegen Wohnungslose recherchierten, die von Tätern außerhalb der Wohnungslosenszene begangen wurden. Derzeit wird von vier bis neun jährlichen Todesfällen durch Gewalt gegen Wohnungslose ausgegangen. Sogenannte Milieutaten sind in all diese Zählung nicht einbezogen.
Sind schon tödlich endende Gewaltverbrechen gegen Wohnungslose und sozial an den Rand Gedrängte nahezu nicht erfasst, so kann bei allen anderen Delikten das Ausmaß nicht einmal annähernd abgeschätzt werden. Wohnungslose sind aufgrund ihres Aufenthalts auf der Straße und Mehrfachproblematiken wie Alkoholkrankheit, psychische Beeinträchtigungen und allgemeine gesundheitliche Probleme potenziellen Tätern praktisch wehrlos ausgesetzt. [...]

August G. Richter und Leipzig

August G. Richter und Leipzig

Zum 200. Todestag des „Lessings der Chirurgie“

altGut 40 km von Leipzig entfernt, im nördlichsten Zipfel des alten „Wettiner Landes“ gelegen, befindet sich die kleine, ehedem zu Sachsen gehörende Stadt Zörbig. Hier wurde Konrad Reiske, der bedeutende Orientalist, Rektor der Leipziger Nikolaischule und Freund Lessings, geboren. Am 13. April 1742 erblickte aber auch August Gottlieb Richter in Zörbig das Licht der Welt, der später der „Lessing der Chirurgie“ und häufig auch der „Vater der deutschen Chirurgie“ genannt wurde, weil er das zeitgenössische chirurgische Wissen Europas zusammenfasste und es den deutschen Wundärzten in deutscher Sprache zugänglich machte. Wir begehen in diesem Jahr seinen 200. Todestag.


Sein Vater, Georg Gottfried Richter, hatte in Leipzig Theologie studiert und wirkte seit 1741 als Oberpfarrer in Zörbig. August Gottlieb besuchte die Zörbiger Lateinschule und nahm 1760, mitten im Siebenjährigen Krieg, das Anerbieten eines Onkels, des in Göttingen wirkenden Mediziners Georg Gottlob Richter an, ihm an der dortigen Universität ein Medizinstudium zu finanzieren.
Während des Studiums verbrachte er viele Stunden im Lazarett, das die Franzosen, die Göttingen während des Siebenjährigen Krieges einige Jahre besetzt hatten, in dieser Stadt errichtet hatten. Es hieß, dass es sein zweites Zuhause gewesen sei. Nachdem er 1764 das Studium abgeschlossen hatte, ermöglichte ihm der Onkel eine zweijährige Studienreise nach Paris, London, Oxford und Leiden. Hier lernte er die damals berühmtesten Ärzte kennen. Dazu gehörten der große Geburtshelfer André Levret und der Chirurg Percival Pott. In Leiden freundete er sich mit Carl Caspar Siebold an, dem anderen großen deutschen Chirurgen der Epoche.


Gegen konservative Medizin
Nachdem er im Jahre 1766 nach Göttingen zurückgekehrt war, wurde Richter zum außerordentlichen Professor ernannt und setzte sich in seiner Antrittsvorlesung für die Gleichstellung der damals verachteten Chirurgie mit der konservativen Medizin ein. Er meinte, sie habe zuverlässigere Mittel als die konservative Medizin und hoffte, auch die Staroperation den fahrenden Augenärzten „entreißen“ zu können. Einer von ihnen, der „Oculist“ John Taylor, hatte im Jahre 1749 J. S. Bach operiert, wobei dieser nicht nur erblindete, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit an einer dadurch verursachten schleichenden Sepsis starb. Richter fasste seine Kenntnisse und Erfahrungen später in der „Abhandlung von der Ausziehung des grauen Staars“ zusammen, in der er die neue Methode der Staroperation nach Daviel propagierte. Dieses Werk erschien Anfang der siebziger Jahre. Damals war er schon zum ordentlichen Professor ernannt worden, hatte geheiratet und begann die „Chirurgische Bibliothek“ herauszugeben, ein berühmtes Journal, in dem er in 15 Bänden von jeweils 800 Seiten Länge die gesamte chirurgische Literatur Europas 25 Jahre lang fast allein zusammenfasste und beurteilte. Darin äußerte er sich auch über das grundlegende Handbuch des hochgeachteten Leipziger Anatomen und Chirurgen Johann Zacharias Platner, über den er schrieb: „Der seel. Plattner war einer der ersten Deutschen, welche die Wundarzneykunst … in eine wissenschaftliche Form brachte, auf vernünftige Grundsätze reducirte, und in ein System ordnete.“ [...]

Leben im Studium

Titelthema: Leben im Studium

altBildungsstätte vs. Lernfabrik - Etliche Baustellen, die das Hochschulleben erschweren

Vor drei Jahren besetzten Studierende der Universität Leipzig Teile des Seminargebäudes, um gegen die Auswirkungen der Bachelor-Master-Einführung zu protestieren. Geändert hat sich nichts und nun gibt sogar die Politik Fehler zu.


Masse und Mangel: Der Run auf die Studienplätze jedenfalls nimmt nicht ab. Mehr Bewerber auf eine konstant bleibende Platzanzahl bedeutet heftigere Konkurrenz; denn Reibung ergibt Hitze. So gingen bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) bis zum Bewerbungsschluss Mitte Juli 13 100 Bewerbungen ein – neuer Rekord. Nach ohnehin kontinuierlich steigenden Bewerbungen erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1 630. Das bringt allein in der Verwaltung die Personalkapazitäten in Richtung Grenze. Und die Studienplätze werden nicht vermehrt, was angesichts der für 2013 vorgeschriebenen Stellenkürzungen verständlich ist. So werden im Oktober lediglich 1 500 Neu-Studierende die HTWK besuchen. Das liegt im bundesweiten Trend. So geht die Hochschulrektorenkonferenz davon aus, dass bis 2015 rund 300 000 Studienplätze fehlen werden. An der Universität Leipzig gingen im vergangenen Jahr mehr als 31 000 Bewerbungen ein – ein Drittel mehr als 2010.
Bei allen Rekorden ist eins nicht in Sicht: Die Mittelaufstockung und Schaffung neuer Stellen in der Lehre.


Unausgegorener Entwurf
In Leipzig beziehungsweise Sachsen sind es mehrere Baustellen, die das Hochschulleben erschweren. Da ist zum einen ein Strategiepapier der Bildungsministerin Schorlemmer, das vielen aufstößt. Die Schrift nennt sich „Hochschulentwicklungsplan 2020“. Tatsächlich aber ist der unausgegorene 200-Seiten-Entwurf des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) reichlich rätselhaft. So sollen vier „regionale Wissensräume“ – Leipzig, Chemnitz, Freiberg, Dresden – zusammengefasst werden, in denen durch „Synergien“ und „Kooperationen“ Hochschulen und andere Wissenschaftsinstitutionen kostensparend die „Wissensgesellschaft“ voranbringen. Wie genau sich das gestaltet, bleibt unbestimmt. Nur einmal wird der Entwicklungsplan konkret: Wenn es um Stellenkürzungen geht. So sieht das SMWK vor, bis 2015 an den sächsischen Hochschulen – die Kunsthochschulen ausgenommen – 300 von derzeit rund 9 000 Stellen abzubauen; davon 72 an der Universität Leipzig. Bis 2020 steigt die Zahl auf 1 000. Aufgrund der Kürzungen bei Mittelbau und Verwaltung, die in den vergangenen Jahren stattfanden, wird der vorgesehene Personalabbau allein durch Streichung von Professuren zu erreichen sein.
Zusätzlich hat die Landesregierung mit einem Beschluss vom September 2012 die studentische Mit- und Selbstbestimmung massiv eingeschnitten. Das sogenannte Hochschulfreiheitsgesetz sieht ein Austrittsrecht aus der Studierendenschaft sowie die Einführung von Langzeitstudiengebühren vor. Nach dem Willen der Landesregierung soll jeder, der die Regelstudienzeit um vier Semester übersteigt, 500 Euro pro Semester zahlen. Dass etwa zwei Drittel aller Studierenden erwerbstätig sind, wird dabei ebenso wenig mitbedacht, wie die Schwierigkeiten, sich bei Studienortswechseln alle Leistungen überhaupt anrechnen zu lassen. In der aktuellen Campus-Ausgabe des „kreuzer“ widmet sich letzterem Problem ein langer Beitrag (Hinweis: der Autor verantwortete die Redaktion des Hefts). Und auch das seit 2011 eingesetzte Deutschlandstipendium schafft kaum Abhilfe. [...]

Universitätskirche St. Pauli

Universitätskirche St. Pauli

Zwischen Verdrängung und Wiederauferstehung

altStudent in einer fremden Stadt
Als ich im Oktober 1979 mein Journalistik-Studium in Leipzig begann, war die Universitätskirche kein Thema für mich. Woher auch? Ich kam aus Berlin, wo ich lange Zeit gelebt hatte, und von der Spree aus verband sich Leipzig für mich mit Messe, Thomanerchor und Zentralstadion. Meine erste, direkte Bewunderung galt dem Hauptbahnhof. Als ich aus der Westhalle heraustrat, um mich zunächst mit der brodelnden Innenstadt vertraut zu machen, bevor ich per Linie 16 das Internat in Lößnig ansteuerte, war ich von der Kompaktheit des Zentrums trotz vieler Lücken beeindruckt. Das kannte ich von Berlin nicht. Alex, Karl-Marx-Allee oder Marx-Engels-Platz boten in ihrer Weitläufigkeit keinen Halt für die Augen. Historische Fluchten waren entweder durch Krieg bzw. nachträgliche Neugestaltungen verloren gegangen.


Die Leipziger Innenstadt sog mich auf. Leuchtreklamen, Tagesbars, Messehäuser, Kinos. Und mir fiel ein Song von Thomas Natschinski ein, dass er mit seiner Band einst spielte:
„Student in einer fremden Stadt Zwei Koffer, ein Lächeln, kein Zimmer. Der Wind trieb das erste welke Blatt..“
Ja, fremd schon. Und der Herbst zeigte sich unfreundlich. Dennoch: Die Trennung von Berlin konnte ich schnell verschmerzen.


Von Kirche keine Spur

Als ich begann, 1980 mit anderen Kommilitonen meines Studienjahres den Hörsaalund Seminarraum-Komplex am damaligen Karl-Marx-Platz zu erobern und wir bald von älteren Semestern mitbekommen sollten, warum man unsere Fakultät (damals Sektion) das „rote Kloster“ nannte, existierte das Vorgängerensemble an gleicher Stelle schon seit elf Jahren nicht mehr. Auch jetzt war es für uns kein Thema. Weil aus selbigem nie eins gemacht wurde. Vielmehr begann gerade der vielbeachtete Bau des neuen Gewandhauses an der Südseite des Platzes, gleich neben dem „Weisheitszahn“, dem Unihochhaus. In einem der obersten Stockwerke hatte die Sektionsverwaltung ihre Büros, und wenn mal kein Dunst war, der schwer über der Stadt lag und Augen und Kehle reizte, dann konnte man bis zum Völkerschlachtdenkmal sehen oder direkt vor sich das sozialistische Ensemble des Platzes überblicken, das Auswärtige wie ich nicht anders kannten. Als ob es schon ewig so ausgesehen hätte.
Natürlich war dem nicht so. Es gab genug Literatur über Leipzig und seine Bauwerke im Wandel der Zeiten. Ein Buch darüber hatte ich mir selbst gerade gekauft: „Leipzig. Historische Straßen und Plätze heute“ vom VEB Verlag für Bauwesen, 1. Auflage 1979. Weil mich Leipzig immer mehr interessierte, zumal ich hier bald sesshaft werden sollte. Der Wandel in bildreichen Gegenüberstellungen von Vergangenheit und Gegenwart im Stadtantlitz der Messestadt schienen im großformatigen Band bestens aufgearbeitet zu sein. So erfuhr ich auch von dem Neuen Theater, dem Bildermuseum, dem Augusteum – Gebäude, die in ihrer bürgerlichen Pracht den einstigen Augustusplatz säumten. Doch kein Bild, kein Hinweis zur Kirche. Auch so versuchte man damals, sie aus dem Gedächtnis zu streichen.
Die historischen Aufnahmen ließen erahnen, wieviel Leipzig doch verloren ging. Dass nicht nur der Krieg dafür Ursache war wie dargestellt, bekam ich später mit. Dafür mussten erst neue Zeiten kommen. [...]